Flechten, Gefahr im Garten?

Seit dem 25. Mai 2018 ist die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) scharf geschaltet. Bitte beachtet daher die Datenschutzerklärung unserer Webseite.

Vorweg: Nein. Flechten sind nicht gefährlich. Weder für den Obstbaum, noch für die Gesundheit von Tier und Mensch.



Nun etwas ausführlicher ...


Flechten sind keine Schädlinge und keine Parasiten, ganz im Gegenteil(!), sie sind ein gutes Zeichen für eine saubere und schadstoffsarme Luft. Außerdem bilden sie an Bäumen eine natürliche Schutzschucht vor Schädlingen, Pilzen und Bakterien.


Diese empfindlichen Lebewesen besitzen keine Wurzeln und ziehen alle Nährstoffe aus der Luft. Seit vier Generationen werden sie in vielen Naturschutzgebieten als natürlicher Indikator für verunreinigte Luft genutzt. Dass sie den Bäumen nicht schaden heißt natürlich nicht, dass sie nicht entfernt werden dürfen. Wenn Flechten über frische Knospen wachsen oder einen Baum vollständig überwuchert haben, so kann man sie sanft mit einer Bürste von den betroffenen Stellen entfernen.


Flechten sind Algen und gleichzeitig Pilze, sie bilden mit Bäumen oder Sträuchern eine Symbiose. Gut zu wissen: Beide Seiten profitieren. Symbiosen sind Lebenspartnerschaften, wo immer beide Partner gemeinsam überleben und alt werden möchten. Oft überleben Flechten ihre Partner und der alleinige Grund dafür ist, dass sie schlichtweg verdammt alt werden können; es gibt Flechten, die 500 oder gar 1000 Jahre alt werden - in Lappland gibt es sogar 9000 Jahre alte Exemplare. Insgesamt gibt es rund 25.000 Flechtenarten; viele Flechtenarten sind nahezu unsterblich.


Bringen wir es auf den Punkt: Wenn Eure Obstbäume an den Stämmen oder gesunden dicken Ästen Flechten aufweisen, dann ist euer Obst ganz besonders gesund.



Michael, © 2020 FB-GBVSM