Sonnenblumen

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Sonnenblumen selbst anpflanzen


Die ausgesprochen nützlichen Sonnenblumen, auch Korbblütler genannt, sind eine echte Pracht im eigenem Kleingarten. Immer wieder beobachtet man erstaunte Gesichter und Kinder denen diese riesigen Blumen ein Lachen schenken.


Sonnenblumen sind nicht einfach nur ein fantastischer Hingucker, sondern gelten als besonders gesunde Futterquelle für Vögel, Hummeln und Bienen; erstere picken die fett- und eiweißreichen Kerne heraus und für letztere sind Sonnenblumen ein großzügiger Nektar- und Pollenlieferant; nicht selten sieht man gleich mehrere dieser nützlichen Insekten auf einmal am tellergroßen Sonnenblumen-Kopf. Wer Sonnenblumen im Garten hat, muss sich um das Bestäuben seiner sonstigen Pflanzen oder Obstbäume weniger, (oder eher: keine) Sorgen machen. Sonnenblumen stammen ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika. Im 16. Jahrhundert kamen sie erstmalig nach Europa. Die Anpflanzung und Pflege sind ausgesprochen einfach; hier kann man wirklich sagen: Einfach machen!


Meine persönliche Erfahrung fließt in diesem Artikel ein; die Bilder sind aus dem eigenem Kleingarten.



Was braucht man?

- Sonnenblumenkerne

- Bambusstiele in verschiedenen Größen, bis hin zu 2 Meter, oder vergleichbares

- Bindemöglichkeiten (Paketband)


- Erde, Sonne, Wasser, Geduld



Sonnenblumenkerne gibt es im Gartencenter oder im Baumarkt, meistens in kleinen Tütchen. Sucht euch einfach jene aus, die euch am besten gefallen. Es gibt rote Sonnenblumen, gelbe, weiße, orange, mehrfarbige, kleine 30cm große oder sogar 5m hohe. Beachtet bei den "Giganten", dass sie entsprechend mehr Aufmerksamkeit und Pflege benötigen. Am beliebtesten sind jene zu 2 bis 3 Meter.


Leider sind Sonnenblumen nur einjährig, das heißt, sie müssen jedes Jahr - nicht vor Ende April - neu ausgesät werden. Mit entsprechender Erfahrung kann man natürlich auch schon ab März Sonnenblumen im Topf ziehen und später umpflanzen.


Die Samen müssen um zwei Zentimeter in feuchte Erde und (falls direkt ins Beet gesät wird) in rund 40/50cm Abstand zueinander gesteckt werden; der Ort sollte dauerhaft warm, hell und die Erde feucht gehalten werden. Je nach Wetterlage können die Blumen dann ab Ende April oder Ende Mai ins Beet gesetzt werden (kleine Sonnenblumen eignen sich auch prima für größere Blumentöpfe).


Sonnenblumen brauchen es hell und warm und je nach Größe entsprechend viel Platz. Es darf nicht zu windig sein, da die Stiele sehr schnell umknicken können. Um den Blumen das Wachsen zu erleichtern und Umknicken zu verhindern, bindet sie an Bambusstiele fest. Sobald die Blume wieder ein Stück gewachsen ist, bindet sie immer wieder neu fest; locker - nicht zu fest, sonst wird der Stiel verletzt. Während der Wachstumsphase werden die unteren Blätter immer wieder mal braun oder trocknen aus; das ist bei den 2 bis 5 Meter-Blumen nicht ungewöhnlich; diese alten Blätter könnt ihr entfernen.


Ganz wichtig: Wasser. Sonnenblumen brauchen nicht nur mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht, sondern - insbesondere zum Wachsen - unheimlich viel Wasser. Sie müssen zwingend jeden Tag gut gegossen werden.


... wer seine Sonnenblumen liebt, der muss auch auf die Jagd gehen - auf Schneckenjagd. Nacktschnecken lieben Sonnenblumen noch mehr als euren Salat. Jeden Morgen und jeden Abend solltet ihr ein Auge auf eure Blumen werfen und Schnecken absammeln.


Habt ihr alles richtig gemacht? Dann habt ihr bis Oktober Freude. Lasst auch verblühte Sonnenblumen noch etwas stehen bis die Vögel die letzten Kerne herausgepickt haben. Natürlich könnt ihr die Kerne auch selbst essen. Ab Herbst kann man die Blumen "ernten". Sobald sich der Teller leicht vom Stiel lösen lässt, nehmt diesen vorsichtig ab. Schüttelt den Kopf der Pflanze und die Kerne fallen heraus (ggf. hilft auch eine Bürste). Die Kerne müssen gesiebt und gewaschen und anschließend getrocknet und zu guter Letzt im Ofen geröstet werden.



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Bildquellen: Michael, GBV Steele Mitte.